Quo Vadis, Vatikan?
Der aus Wien stammende katholische Prieser Tomasz Jeschke hat im Februar einen Brief an den Papst geschrieben und ihn darum gebeten, dass die Institution Kirche das Leiden der Tiere in der Welt nicht mehr totschwiegt.
Doch auch er hat keine Antwort bekommen. Und deshalb hat dieser Priester, der in vorbildlicher Weise für das Wohlergehen der Tiere eintritt, ein phantastisches Projekt gestartet, bei dem wir ihn seitens der Pfotenhilfe Europa so gut wie möglich unterstützen möchten :
Das Projekt "Quo vadis, Vatikan?"
Der katholische Priester wird am 1.Oktober nach Rom reisen und sich in den ersten zwei Tagen in der Nähe von Rom aufhalten, schweigend, fastend, meditierend und Tiere segnend.
Am 4.Oktober, dem Tag des Heiligen Franzsikus, wird er vor den Pforten des Vatikans stehen, fastend und Tiere segnend und dann am Ende seinen Brief an den Papst im Vatikan überreichen.
Lesen Sie bitte seine Erklärung und Beschreibung von Quo Vadis, Vatikan:
Wieso diese Aktion?
Im Evangelium (Seine Frohe Botschaft) und im Christentum (Kirche) sehe ich immer noch ein großes (unausgeschöpftes) Potenzial, das wir nicht nur nicht unterschätzen dürfen, sondern vielmehr unbedingt ausschöpfen sollten.
Darauf wartet immer noch die gesamte Kreatur (also Mensch und Tier), siehe Römer 8,22.
- Weil ich an das Gute in den Menschen glaube.
- Weil ich daran glaube, dass viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten die Welt von Morgen verändern können.
- Weil ich viele Christen kenne, denen Tierleid sehr zu Herzen geht und sich von ihrer eigenen Kirche nicht verstanden fühlen und darunter leiden, dass ihre Kirche den Tieren den Rücken zugekehrt hat und sie in ihrem Leid im Stich gelassen hat.
- Weil ich weiß, dass auch Jesus das Tierleid ein Dorn im Herzen ist und er mit ihnen mit-fühlt.
- Weil ich als Theologe, Seelsorger und Christ dem Tierleid, den hilflosen um Hilfe schreienden Lebewesen, die meine kleineren Brüder und Schwester sind, nicht tatenlos zusehen kann und will.
- Weil ich sie in meiner Kirche, in ihrer Mitte, neben Kindern, Ausgegrenzten, Leidenden und Ausgestoßenen wieder haben möchte.
Was will ich erreichen?
Ich möchte zum Nachdenken bewegen.
Zu neuen Überlegungen anregen, sowohl auf der theologischen Ebene wie auch auf der Ebene der christlichen Ethik und der katholischen Moral.
Es geht mir um eine offene, ehrliche, unvoreingenommene, von der Sorge um unsere kleineren Brüder und Schwestern sowie um die Treue des Evangeliums getragene Auseinandersetzung mit dem Thema Tiere und Tierleid.
Dazu lade ich das Oberhaupt der katholischen Kirche, Benedikt XVI und die gesamte katholische Kirche ein.
- Ich fordere den Papst Benedikt XVI und Seine gesamte Hierarchische Kirche auf, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen, die Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten (vgl. Zweites Vatikanisches Konzil Gaudium et spes; und. Lk 12,54-57).
- Ich fordere sie auf, auf der Seite der Leidenden, der Ausgestoßenen, der Hilflosen, der Hilfsbedürftigen, der gefangen Genommenen und Gequälten zu bleiben.
- Ich möchte uns Allen an die Quelle unseres Unsprungs und unserer Kraft erinnern, an die Kraft des Geistes Gottes und der bedingungslosen Liebe Gottes, die alle Geschöpfe durchströmt und zugleich die Macht hat das Antlitz dieser Welt zu verändern.
Was werde ich in diesen drei Tagen in Rom tun?
Die zwei ersten Tage werde ich mich in der Nähe von Rom befinden (bzw. auf dem Weg nach Rom) einfach unterwegs meditierend, schweigend, an die leidende Tierwelt denkend und Tiere segnend.
Ich bin in diesen Tagen auch gerne bereit, falls erwünscht, Tierheimen zur Verfügung zu stehen.
Am dritten Tag (Tag des Heiligen Franciscus, am 4.Oktober) bleibe ich vor den Pforten des Vatikans betend, fastend und Tiere segnend.
Die ersten zwei Tage verbringe ich im Schweigen. Es hat für mich einen symbolischen Charakter. Ich verzichte auf die verbale Kommunikation, verlasse mich dabei auf Gesten, Mimik, Körpersprache, an die Empathie und das Mitgefühl der Menschen appellierend.
Empathie und Mitgefühl, die so entscheidend über Tod und Leben, glückliches oder leidvolles Leben unserer kleinerer Brüder und Schwestern entscheidet.
Am dritten Tag bin sehr gerne bereit mit Menschen sowohl in der deutschen wie auch in der polnischen bzw. italienischen und englischen Sprache (falls sich ein/eine DolmetscherIn findet) zu kommunizieren.
Alle drei Tage werden zugleich Fasten -Tage sein (auf die gleiche Art wie ich jeden Freitag für die Not leidenden Tiere faste). Zum Übernachten benötige ich bloß ein Tierschutzheim, ein Platz unter den Tieren und eine einfache Matratze auf dem Boden.
Ich bringe (übersetzt in mehrere Sprachen) meinen Brief an das Oberhaupt der katholischen Kirche mit, der unbeantwortet bleibt und den hinterlasse ich in der Basilika von St. Petrus. Ich strebe damit keine große, Aufsehen erregende Aktion an.
Es ist mir wichtig und es ist zugleich mein Herzensanliegen, klare Zeichen zu setzen, selbst wenn sie nicht wirklich gehört bzw. wahrgenommen werden. Der Weg wird zum Ziel.
Ich vertraue auf meinen Gott, der auch das Verborgene sieht (vgl. Mt 6). IHN habe ich auch zum Patron dieser Aktion gewählt, weil es immerhin zunächst um Seine geliebten, oft Not leidenden Geschöpfe geht.
4.Tag
Tag des heiligen Franziskus von Assisi
Vor den Pforten des Vatikans sitzend, fastend, Tiere segnend… 4. Oktober 2011 Heiliger Vater, wir dürfen nicht mehr weg sehen! In tiefer Sorge um die Tiere, unsere Kleinen Brüder und Schwestern, habe ich mit meinem Brief vom 01.02.2011 (siehe Anhang), den Vatikan (Papst Benedikt XVI) um eine gemeinsame Reflexion gebeten. Da der Vatikan (Papst Benedikt XVI) auf diesen Brief nicht reagiert hat, werde ich mich nun selbst auf den Weg nach Rom machen. Am 4.Oktober (Tag des Heiligen Franciscus von Assisi) werde ich vor den Pforten des Vatikans sitzen, fasten, und vorbeigehende sowie vorbeigebrachte Tiere segnen und damit ein Zeichen setzen. Wir dürfen nicht mehr weg sehen, es ist an der Zeit klare Zeichen zu setzen, das schulden wir unseren Kleineren Brüdern und Schwestern, den Tieren, das schulden wir unserem Meister Jesus von Nazareth und Seiner Frohen Botschaft! Das ist der Leitgedanke, der Grund, die Botschaft meines Rombesuchs, Grund meiner Anwesenheit am 4. Oktober am Petrusplatz. Hinter mir steht keine Organisation, keine Privatperson, es ist eine spontane „Re-aktion“, ein Herzensbedürfnis aus tiefer Sorge um unsere Kleinen Brüder und Schwestern, die Tiere.
Was ich brauche:
- Einen Kenner der italienischen (römischen) Verhältnisse, jemand der mir sagen kann, wo und unter welchen Bedingungen ich mich überhaupt aufhalten darf und der mir hilft, eine Route (Pilger-Route) zum „Vatikan“ zu erstellen.
- Ein Tierheim, das mich beherbergt (ich brauche bloß eine Matratze, eine „Ecke“ unter den Tieren und sonst nichts).
Bin für jeden Tipp, Hinweis, Kontaktadresse, Telefonnummer, E-Mail sehr verbunden
Euer Animalpastor
tom(phu)animalpastor.eu
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