Prominenter Protest
Die Tierschützer scheinen den vollmundigen Absichtserklärungen der ukrainischen Regierung nicht zu trauen, die Proteste gehen weiter.
Viele Prominente protestieren ebenfalls weiter gegen die Massentötungen im Vorfeld der Fussball-Europameisterschaft 2012.
Nun unterstützt Rocklegende Udo Lindenberg die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. und erhebt seine Stimme gegen die Säuberungsaktion in der ehemaligen Sowjetrepublik.
Auf dem neuen Motiv fordert der Musiker: „Stoppt Tierquälerei für EM 2012!“
„Um den Hundetötungen in der Ukraine ein Ende zu setzen, ist jede Stimme wichtig“, sagt Carola Schmitt, Kampagnenleiterin bei PETA.
„Wir sind Udo Lindenberg für sein Engagement im Namen der Tiere sehr dankbar.“
Es ist nicht das erste Mal, dass der Rocker PETAs Tierrechtsarbeit unterstützt.
Und auch diesmal war es für den 65-Jährigen eine Ehrensache, sich gegen die grausamen Tötungen von tausenden heimatlosen Hunden in der Ukraine anlässlich der bevorstehenden EM 2012 zu engagieren.
Neben Udo Lindenberg habt sich auch Comedian Kaya Yanar für die Hunde in der Ukraine eingesetzt.
"Die EM bekommt durch all die Massentötungen einen fahlen Beigeschmack! Je mehr Menschen sich am Protest beteiligen, desto höher der öffentliche Druck – die Regierung sollte endlich effektive Kastrationsprogramme umsetzen, anstatt die wehrlosen Tiere abzuschlachten!“, sagt Kaya Yanar.
Peta setzt sich für diese Methode ein.
Box-Weltmeister Witali Klitschko hat an die Behörden in seiner ukrainischen Heimat appelliert, die grausame Tötung der Straßenhunde in den Städten und Gemeinden zu beenden.
In einer auf Bitten des Europäischen Tier- und Naturschutzvereins (ETN) entstandenen Videobotschaft richtet sich der ältere der beiden Klitschko-Brüder in russischer Sprache an die Verantwortlichen.
„Ich appelliere an die Verantwortlichen, human mit den Tieren umzugehen“, sagt Klitschko in dem Video:
„Es ist kein Geheimnis, dass die Hunde sehr inhuman getötet werden. Das zerstört das Image der Ukraine und die Psyche der Menschen, vor allem die unserer Kinder.“
Kein Fußballspiel, kein Sportereignis, auch nicht die Euro 2012 rechtfertige das Töten von Tieren:
„Man sollte menschlich mit dieser Angelegenheit umgehen und sich dabei an das Tierschutzgesetz halten.“ Den meisten Tierheimen in der Ukraine fehle das Geld, Spendengelder würden verschwinden oder einfach gestohlen.
„Eine Gesellschaft, die Tiere so behandelt, hat auch keinen Respekt vor Kindern, Behinderten und alten Menschen“, sagt Klitschko.
Er appelliert an die Behörden, Tierheime zu finanzieren und diese dann auch zu überwachen: „Damit ukrainische Familien mit ihren Kindern dorthin gehen und ein Tier adoptieren können.
Dann wird unsere Gesellschaft besser und vor allem europäischer.“
Die Ukraine ist ein Beitrittskandidat für die Aufnahme in die Europäische Union.





