Irland
Irland besitzt 4,3 Millionen Einwohner, trat 1973 der Europäischen Gemeinschaft bei und war fortan ein florierendes Land, wurde aber durch die Wirtschaftskrise schwer getroffen; inzwischen hat es einen hohen Anteil an relativer Armut ( 22 % ), und eine Arbeitslosenquote von 9 %.
Zu Deutschland bestehen intensive Beziehungen, sowohl wirtschaftlicher, als auch kultureller Art : Über 200 deutsche Unternehmen sind mit Niederlassungen in Irland ansässig und bieten 20.000 Menschen einen Arbeitsplatz. Seitens des kulturellen Geschehens sei das Goetheinstitut in Dublin und der intensive Austausch von Studenten im Rahmen des ERASMUS-Programms der EU genannt.
Die Situation in Irland:
Kaum ein Land in Europa hat ein so überaltertes Tierschutzgesetz : es stammt von 1911 und wurde seitdem nur ab und zu eher unwillig in einigen Punkten, letztlich aber nicht grundlegend verändert oder „nachgebessert“, die gesetzlichen Vorgaben zu den irischen „Dog Pounds“ stammen noch immer von 1934. Tierschutz hat somit einen quasi nicht vorhandenen Stellenwert im gesetzlichen Gesamtsystem. Das irische Tierschutzgesetz können Sie hier nachlesen.
Die Beziehung der irischen Bevölkerung zu ihren Tieren wird vom Gedanken des Nutzens bestimmt :
- klassisches Nutzvieh, das dem Besitzer ein Einkommen sichert
- Jagdhunde, derer man sich 2-3 Monate im Jahr bedient
- Nutztier (!!) Windhund/Collie, das sich auf den Rennbahnen sein Futter verdienen muss.
Erfüllt ein Tier keinen Zweck mehr, kommt es weg, indem man es selbst tötet oder es in eines dieser „Dog Pounds“ schafft, wo es getötet und ein neues Tier angeschafft wird.
Das Drama der Windhunde
Windhundrennen haben in Irland ( und in England ) eine lange Tradition. Diese Hunde müssen Geld einbringen und Rennen gewinnen. Tun sie das nicht, sind sie überflüssig – mit entsprechenden Folgen. Windhunde werden in großer Zahl nur für diesen Zweck gezüchtet. Erweisen sich Welpen als untauglich, werden sie „entsorgt“.
Mit 5 Jahren haben sie ihren Leistungszenit überschritten und sollten eigentlich von ihren Trainern und Besitzern „in Rente“ gehen dürfen. Diese Hunde werden dann oft von ihren Besitzern getötet, um die 3000 Pfund einzusparen, die es jährlich kostet, ihnen einen Ruhestand zu ermöglichen.
Man schätzt, dass jährlich insgesamt ca. 20.000 Windhunde umgebracht werden, nicht in dieser Zahl enthalten sind geschätzte 14.000 Welpen, die als untauglich für den Rennsport befunden werden ( Quelle : www.ihin.de : hier „die Situation in Irland", von Beatrix Urban ).. Um Rennen zu gewinnen, werden die Hunde von besonders gewissenlosen Besitzern sogar mit Kokain und Amphetamin gedopt. ( Quelle : „Greyhounds „doped with cocains“, by Johnny Caldwell, BBC News, 0.10.2007)
Die „Dog – Pounds“ :
Die irischen „Dod-Pounds“ sind quasi Hunde-Abgabestellen für jedermann, der kein Interesse mehr an seinem Hund hat. In diesen wird das Tier dann nach einer kurzen Wartezeit von 5 Tagen auf Staatskosten euthanasiert. Auch eingefangene Straßenhunde können dort abgegeben werden, die oft sofort getötet werden. Diese Tötung wird auch an völlig gesunden und verhaltensunauffälligen Hunden vorgenommen.
Die „Puppy-Farms“ :
Irland hat sogannte „Puppy-Farms“ : Farmer, die massenweise Welpen produzieren und jederzeit 300-400 trächtige oder gerade säugende Hündinnen jeder Rasse „liefern“ können.
Was können Sie tun?:
Bitte helfen Sie den Tieren durch eine Unterschrift.
Diese Petition geht an die irische Regierung.
Was sich in Irland ändern muss :
Das von 1911 stammende und noch immer gültige Tierschutzgesetz muss dringend überarbeitet und verbessert werden und an den EU Standard des 21.Jahrhunderts angepasst werden : auch das EU Land Irland hat dem Lissabonner Vertrag zugestimmt, in dem Tiere als fühlende Wesen bestätigt werden. Dies sollte die entsprechenden Konsequenzen für die Haustiere, Tiere in Dog Pounds und Windhunde haben.
Quellen des Berichtes :
www.ihin.de
www.greyhoundprotection.de
www.limerickanimalwelfare.com
www.wikipedia.de
Bericht von Birgit Lewe
Pfotenhilfe Europa Team



