Tierheim Tuzla/Bosnien
Tuzla liegt in Bosnien-Herzegowina.
Ein durch Bürgerkrieg zerstörtes Land, das um den Wiederaufbau kämpft.
Ein Land, das EU Mitglied werden möchte.
Ein Land, in dem die Menschen versuchen, zur Normalität zurückzukehren.
Ein Land, in dem Tiere nichts wert sind!
Jedenfalls verhält man sich seitens der Regierung so.
Ein Land, in dem einmal jährlich Strassenhunde zum Abschuss freigegeben werden. Wobei es dabei auch passieren kann, das Hunde, die ein Zuhause haben mit abgeschossen werden, wenn sie grad da herumlaufen....
Aber auch in diesem Land gibt es Menschen, die sich um die Strassentiere kümmern.
Vor ca.10 Jahren gründete man in der Stadt Tuzla ein Tierasyl unter der Leitung einer engagierten Frau. Nevenka Sabic versucht seitdem ihr Bestes.
Dieses wurde eingerichtet mit der Absicht die Strassenhunde von der Strasse wegzuholen und diese so auch vor der Massentötung zu schützen.
Die Realität sieht so aus:
Das einzige Asyl in Tuzla, ist auf einem Hügel gelegen.
Abseits von Wohnorten.
Mitarbeiter konnten aufgrund der Witterungsverhältnisse das Tierheim nicht mehr erreichen.
Die Strasse war in durch völlige Vereisung oft nicht passierbar.
Die beiden Männer, die mit der Leiterin zusammen dort ehrenamtlich arbeiten, konnten das Tierheim nicht erreichen.
Die Tierschützerin, die uns um Hilfe bat, bezeichnet diese Strasse als:
"Weg zur Hölle".
Zur Zeit taut es.
Nicht nur die Strasse zum Tierheim ist katastrophal.
Private Spender würden eine Ausbesserung der Strasse übernehmen.
Das wird ihnen von Herrn Jasmin Imamovic, seines Zeichens Bürgermeister von Tuzla, untersagt.
Es gibt kein Wasser oder Strom auf diesem Hügel.
Genausowenig wie Besucher.
Die Tiere sind von vielen vergessen.
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind am Ende ihrer Kräfte, völlig demotiviert und wollen aufhören.
Das wäre ein willkommener Anlass für den Bürgermeister die Tötung der 350-400 Hunde anzuordnen.
Oder Freilassung und dann die Tötung.
Hauptsache weg.
Es gibt Bürger in Tuzla, die spenden Futter.
Reste aus Restaurants, Bäckereien, Fleischereien.
Keine artgerechte Ernährung, aber die Tiere müssen nicht verhungern.
Doch niemand kümmert sich um die medizinische Versorgung.
Verletzungen heilen entweder, oder eben auch nicht.
Kastrationen finden nicht statt.
Es gibt ein Spendenkonto für das Tierheim, doch landet kaum Cent bei der Versorgung der Tiere. Ab und zu gibt es 4-5 Kastrationen bezahlt, das war es dann auch schon.
Es gibt angeblich 2 Verwaltungsangestellte in Tuzla, die für das Tierheim zuständig sind.
????
Sämtliche Versuche etwas zu ändern seitens der Tierschützer werden vom Bürgermeister abgewehrt.
Die Tiere von Tuzla brauchen dringend Hilfe und die Menschen, die dort arbeiten Unterstützung. Die beiden Männer arbeiten seit 10 Jahren indem Tierheim ehrenamtlich!!!
In Tuzla selbst versuchen Tierschützer jetzt, einen Verein zu gründen, der zum Ziel hat, das Tierheim zu unterstützen.
Damit gewährleistet ist, das z.B. gespendete Gelder Tierarztkosten decken.
Bis es soweit ist wird versucht, das zumindest einige Tiere ärztlich versorgt werden können.
Es sind auch dringende Umbauten und Erneuerungen von Zäunen nötig.
Bei der Tierschützerin, die uns auf das Elend aufmerksam machte, haben sich schon einige Menschen aus Tuzla gemeldet, die spenden wollen, aber nicht auf das offizielle Konto der Verwaltung.
Update 2011
Da eine Zusammenarbeit nicht möglich ist, können wir dort leider nicht aktiv helfen.
Bericht:
Anke Waiz
Birgit Lewe
Bilder:
mit freundlicher Genehmigung Goca J. (Name ist der PHE bekannt)











